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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Open Source

Jaeger/Metzger – die Zweite

Von: Till Kreutzer
 
Ende Juli ist im Verlag C.H. Beck die zweite Auflage von „Open Source Software - Rechtliche Rahmenbedingungen der Freien Software“ erschienen. Die erste Auflage von Jaeger/Metzger aus dem Jahr 2002 war seit längerem vergriffen und liegt nun in aktualisierter und erweiterter Form vor. Das Thema Open Source hat seit der ersten Auflage weiter an Dynamik gewonnen. Dies betrifft zum einen die freien Programme GNU/Linux, Mozilla Firefox, Apache, Open Office und die vielen weniger bekannten Spezialanwendungen, zum anderen aber auch die juristische Entwicklung. Mit der Entscheidung des Landgerichts München vom 19.05.2004 (21 O 6123/04, Netfilter/Sitecom, CR 2004, 774) liegt die erste gerichtliche Bestätigung der Wirksamkeit der zentralen Bestimmungen der GNU General Public License vor. Der deutsche Gesetzgeber hat eine erste Sonderregel für Freie Software in das Urheberrechtsgesetz aufgenommen (§ 32 Absatz 3 Satz 3), weitere Regelungen dieser Art befinden sich im Gesetzgebungsverfahren. Zudem sind allein in Deutschland mehrere Bücher und eine wahre Flut von Aufsätzen zu den Rechtsfragen der Open Source Software erschienen, einige stammen auch von Mitgliedern des ifrOSS. Hinzu kommt die anschwellende internationale Debatte. Jaeger/Metzger möchten hier den aktuellen Stand der Rechtsentwicklung und Forschung wiedergeben.
Im Vorwort findet sich die Liste der neu aufgenommen bzw. überarbeiteten Teile: „Neu aufgenommen wurde ein Kapitel zum internationalen Privatrecht und zur Rechtsvergleichung sowie Abschnitte zur Common Public License, zum Kartell- und Vergaberecht, zur Durchsetzung von Open Source Lizenzen sowie zu wettbewerbsrechtlichen Konkurrentenklagen bei Lizenzverletzungen. Stark überarbeitet sind die Abschnitte zur Vereinbarkeit des Lizenzmodells mit dem deutschen Urheberrecht, zum AGB-Recht, sowie zum Marken- und Gesellschaftsrecht. Aber auch alle anderen Kapitel sind aktualisiert und zum Teil erheblich erweitert worden.“
Das Buch hat nunmehr 298 Seiten. Es enthält umfangreiche Literaturhinweise, einen ausführlichen Index und kostet 48 €. » Weiter

Open Source Jahrbuch 2006 veröffentlicht

Von Dr. Axel Metzger
 
Pünktlich zur CeBIT ist das Open Source Jahrbuch 2006 erschienen. Das Herausgeberteam Professor Bernd Lutterbeck, Matthias Bärwolf und Robert Gehring und die studentischen Bearbeiter von der TU Berlin legen damit nach 2004 und 2005 die dritte Sammlung von Studien aus den Bereichen Open Source Software und Open Content vor. Das 512 Seiten starke Jahrbuch ist kostenlos in elektronischer Form verfügbar, kann aber auch in Druckform bestellt werden. » Weiter

Open Source meets Business

Von Denis Schopper
 
Der Heise Zeitschriften Verlag hat mitgeteilt, Ende Januar 2006 ein Konferenz unter dem Motto "Open Source meets Business" zu veranstalten, welche ganz dem geschäftlichen Einsatz von Open-Source-Software gewidmet sein soll. Dazu sollen in mehreren gleichzeitig ablaufenden, sowie nach Branchen und Einsatzbereichen gegliederten Tracks Anwender aus Unternehmen ihre Open Source Lösungen präsentieren, wobei Business-Anwendungen, die auf Open Source Basis basieren, im Vordergrund stehen sollen. » Weiter

Internationale Open Source Konferenz in Hanoi/Vietnam

Von Dr. Julia Küng
 
Dieses Jahr findet vom 28. bis 30. September 2005 in Hanoi die COSGov (“building cooperation via open source for e-governance”)-Vietnam Conference statt. Das Hauptziel der Veranstaltung wird darin liegen, die Zusammenarbeit von Experten im Bereich „Open Source und e-Governance“ zu begründen und fördern. » Weiter

Open Source-Informations- und Entwicklungsportal für Nutzer und Entwickler online

Von Till Kreutzer

Am 23. November hat das C-LAB, das aus einer Kooperation zwischen der Firma Siemens und der Universität Paderborn hervorgegangen ist, offiziell das "Now Open Source-Themenportal" gestartet. Bei dem Portal handelt es sich um ein Arbeitsergebnis des Now-Projektes ("Nutzung des Open-Source Konzepts in Wirtschaft und Industrie") an dem neben Siemens auch die 4Soft GmbH und die TU München als Projektpartner sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Finanzier beteiligt sind. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, deutsche Unternehmen (und andere Interessierte) über Einsatz und Entwicklung von Open Source Software zu informieren und Entscheidungshilfen zu geben, in welchen Fällen sich aus dem Open Source-Modell Vorteile und Potentiale ergeben können. Das in deutscher Sprache präsentierte Open Source-Portal ist in zwei Bereiche unterteilt: das NOW-OS Themenportal und das NOW-OS Entwicklungsportal. Während sich in ersterem ein breitgefächertes, stetig auszubauendes Informationsangebot findet, soll letzteres den Entwicklern in Open Source-Projekten als Kommunikationsplattform dienen. Das Angebot richtet sich damit sowohl an interessierte Laien als auch an informierte Experten. » Weiter

Britischer Bericht zum Einsatz von Open Source Software in der Verwaltung

Von Carsten Schulz
 
Das britische "Office of Government Commerce" (OGC) veröffentlichte Ende Oktober 2004 eine Studie, die sich mit dem Einsatz von Open Source Software im öffentlichen Sektor auseinandersetzt. Der Report mit dem Titel Open Source Software Trials in Government kommt zu dem Ergebnis, dass sich Open Source Software zu einer praktikablen und zuverlässigen Alternative für die öffentliche Hand entwickeln könne. » Weiter

US-Studie informiert über staatliche Open Source Strategien auf der ganzen Welt

Von Till Kreutzer
 
Das US-amerikanische Forschungsinstitut Center for Strategic and International Studies (CSIS) hat eine Studie über Open-Source-Initiativen öffentlicher Träger auf der ganzen Welt veröffentlicht. Die Untersuchung führt insgesamt 128 nationale und 57 regionale oder lokale Projekte aus verschiedenen Ländern auf, in denen entweder die Forschung über Freie Software oder deren Einsatz empfohlen, vorgeschrieben oder angeregt wird. Unter dem Strich zeigt sich zwar einerseits, dass die Möglichkeiten eines Einsatzes von Freier Software in staatlichen Stellen mittlerweile in vielen Ländern und Projekten evaluiert wird. Zur Umsetzung kam es bislang jedoch sehr häufig nicht, da die Initiativen in den meisten Fällen nicht über das Vorschlagsstadium hinausgekommen oder - soweit dies der Fall war - noch nicht realisiert worden sind. Nach den Verfassern der Studie hat man weder eine verbreitete Präferenz für den Einsatz von Freier Software festgestellt noch, dass Open Source Software aus technischer Sicht generell als vorzugswürdig angesehen wird. Vielmehr würden die Entscheidungen für eine Abkehr von "proprietärer" Software zumeist aufgrund finanzieller Erwägungen getroffen. Die Stellungnahmen aus den Projekten hätten zudem ergeben, dass die Abkehr von proprietärer Software auf verschiedenen weiteren Gründen basieren. Diese lägen u.a in einer Unzufriedenheit mit der US-amerikanischen Vorherrschaft im kommerziellen Softwarebereich; in der Hoffnung, Anreize für nationale Entwickler zu schaffen; im Verlangen, sich zur Informationsgesellschaft zu bekennen und darin, Kosten einzusparen. » Weiter

Freie Software im öffentlichen Sektor auf dem Vormarsch

Von Till Kreutzer
 
Staatliche Stellen setzen immer häufiger auf Open Source Software. Behörden, Länder, sogar ganze Staaten stellen ihre Datenverarbeitung auf Linux, Open Office und Co. um oder starten Programme, um Möglichkeiten und Vorteile derartiger Migrationen zu evaluieren. In einem am 17.06.2004 veröffentlichten Strategiepapier hat das Land Brandenburg verkündet, in Zukunft proprietäre und Freie Software gleichberechtigt behandeln zu wollen. Hierin sieht die Landesregierung "einen neuen zielführenden Ansatz, Lizenz- und Betriebskosten zu senken, den Wettbewerb zu beleben und bestende Abhängigkeiten zurückzuführen" (S. 19).Auch Frankreich will nach einer Mitteilung von Heise online auf rund einer Million staatlicher Rechner zukünftig Open Source Software einsetzen. In München wurde das Projekt LiMux, im Rahmen dessen sämtliche Computer der Stadtverwaltung auf Linux umgestellt werden sollen, am 16.06.2004 vom Stadtrat abgesegnet. Laut einer Pressemitteilung beginnt nunmehr die Projektphase "Migration". In deren Rahmen soll eine "sanfte" Umstellung der Computerlandschaft in der bayrischen Landeshauptstadt auf Open Source Software innerhalb von fünf Jahren vollzogen werden. Hierbei soll auch externe Expertise eingeholt werden. Erste Ausschreibungen werden laut Pressemitteilung momentan vorbereitet. » Weiter

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