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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Mozilla schließt Relizenzierung unter MPL, GPL und LGPL ab

Von Dr. Axel Metzger
 
Die Mozilla Foundation hat die Relizenzierung aller under ihrer Ägide entwickelten Programme, insbesondere Firefox, Thunderbird, Seamonkey and Camino, abgeschlossen. Wie Mozilla-Mitarbeiter Gervase Markham berichtet, ist der Code aller Programme nunmehr wahlweise nach den Bedingungen der Mozilla Public License, der GNU General Public License oder der GNU Lesser General Public License erhältlich. Für die Nutzer ergeben sich dadurch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten.

Hintergrund:

Waren die Mozilla-Programme bisher ausschließlich nach den Bestimmungen der MPL erhältlich, so können Nutzer nunmehr zwischen den drei Lizenzen wählen. Der Vorteil für Nutzer besteht darin, dass sie selbst bestimmen können, welche Copyleft- und sonstigen Klauseln für die Nutzung der Programm gelten sollen. Wünscht der Nutzer beispielsweise, Mozilla-Code mit Code zu kombinieren, der nach den Bestimmungen der GPL lizenziert wurde, so ist diese Kombination nunmehr unproblematisch möglich, ohne dass im Einzelnen geprüft werden muss, ob die Bestimmungen der Lizenzen kompatibel sind. Dies setzt freilich voraus, dass das Paket insgesamt nach den Bestimmungen der GPL vertrieben wird.
Wünscht der Nutzer dagegen, Mozilla Code gemeinsam mit eigenentwickelten Patches zu vertreiben, so kann er die MPL wählen und die dort vorgesehene, weniger strenge Copyleft-Klauseln zu seinen Gunsten nutzen.
Die Relizenzierung wurde von der Mozilla Foundation seit viereinhalb Jahren betrieben, über 28.000 files von 445 Programmierern mussten hierfür durchgesehen werden. Der Abschluss der Relizenzierung fällt mit dem achten Geburtstag des Mozilla Projekts zusammen.