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Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software

GPL

Dritte internationale GPLv3 Konferenz - 22./23.06.2006 in Barcelona

Von Dr. Axel Metzger
 
Am 22. und 23. Juni 2006 findet die dritte internationale GPLv3 Konferenz der Free Software Foundation in Barcelona statt. Ziel der Konferenz ist es laut der Website der Free Software Foundation Europe, "das weltweite Bewusstsein" für den Revisionsprozess zu erhöhen. Die Konferenz ist prominent besetzt, Richard Stallman, Eben Moglen und Georg Greve gehören zu angekündigten Sprechern. Es ist zu erwarten, dass die Konferenz "das" europäische Podium für die Diskussion der neuen Lizenzversion sein dürfte. Wer an einer direkten Diskussion mit den Hauptakteuren interessiert ist, sollte sich auf den Weg nach Barcelona machen. » Weiter

Mozilla schließt Relizenzierung unter MPL, GPL und LGPL ab

Von Dr. Axel Metzger
 
Die Mozilla Foundation hat die Relizenzierung aller under ihrer Ägide entwickelten Programme, insbesondere Firefox, Thunderbird, Seamonkey and Camino, abgeschlossen. Wie Mozilla-Mitarbeiter Gervase Markham berichtet, ist der Code aller Programme nunmehr wahlweise nach den Bedingungen der Mozilla Public License, der GNU General Public License oder der GNU Lesser General Public License erhältlich. Für die Nutzer ergeben sich dadurch erweiterte Nutzungsmöglichkeiten. » Weiter

Entscheidung des LG Berlin bestätigt Durchsetzbarkeit der GPL

Von Dr. Till Jaeger
 
Ein Beschluss des Landgerichts Berlin vom 21. Februar 2006 (16 O 134/06) bestätigt die Durchsetzbarkeit der GNU General Public License (GPL) in Deutschland. Nach dem LG München I ist das LG Berlin nunmehr das zweite deutsche Gericht, das dem Urheber bei einer Verletzung der GPL urheberrechtliche Unterlassungsansprüche zuspricht. » Weiter

Wird der Linux-Kernel nicht unter der GPL Version 3 lizenziert?

Von Dr. Axel Metzger
 
Eine Nachricht wie ein Paukenschlag: Diese Woche äußerte sich der Linux-Kernel-Entwickler Linus Torvalds erstmals öffentlich zum Entwurf der FSF für die GPL Version 3. Er halte die Umstellung auf die neue Lizenz für unwahrscheinlich, da er seine Beiträge jedenfalls nicht nach der GPL Version 3 lizenzieren wolle. Der Grund: es sei verrückt, die Lizenznehmer zur Offenlegung ihrer GPG-Schlüssel zu verpflichten. Es fällt schwer, trotz der apodiktischen Aussage, sich vorzustellen, dass der Linux-Kernel im Hinblick auf die Lizenz einen Sonderweg beschreiten wird. Die Äußerung ist wohl eher als Auftakt für die Diskussion der kommenden Monate zu verstehen. » Weiter

Entwurf der GPL 3 veröffentlicht

Von Dr. Till Jaeger
 
Heute hat die Free Software Foundation (FSF) bei der zweitägigen Auftaktkonferenz am MIT zum GPL 3-Prozess den lange erwarteten Entwurf der GPL Version 3 einschließlich ausführlicher Erläuterungen dazu vorgestellt. Die neue Lizenzversion soll die GNU General Public License, deren aktuelle Version 2 aus dem Jahr 1991 stammt, an die technischen und rechtlichen Entwicklungen der letzten Jahre anpassen. Explizit ist dabei auch beabsichtigt, die Verwendung der GPL im internationalen Lizenzverkehr zu verbessern, indem die Lizenz möglichst weitgehend auch an andere Rechtsordnungen als diejenige der USA angepasst wird.

ifrOSS-Mitglied Dr. Axel Metzger wird den GPL 3-Prozess vor Ort begleiten und vertritt das ifrOSS sowohl bei der Auftaktkonferenz als auch in einem der Discussion Committees, die im Laufe dieses Jahres die Anregungen und Änderungswünsche der beteiligten Kreise sichten und bewerten sollen. Die FSF hat alle Interessierten eingeladen, an der Aktualisierung des Lizenztextes mitzuwirken und dafür umfangreiche Regelungen zum Ablauf veröffentlicht, um einen transparenten Prozess zu gewährleisten. Es ist zu erwarten, dass der weitere Fortgang des GPL 3-Prozesses, der Anfang 2007 in den fertigen Lizenztext münden soll, noch für zahlreiche juristische Diskussionen führen wird. » Weiter

FSF veröffentlicht Verfahren zur GPL Version 3

Von Dr. Axel Metzger
 
Die FSF hat eine GPL3 Process Definition veröffentlicht, welche das Verfahren zur Erstellung und Diskussion der nächsten Version der wichtigsten freien Softwarelizenz festlegt. Der erste Entwurf wird auf einer Konferenz am 16. und 17.01.2006 am MIT in Cambridge/Massachusetts vorgestellt, nach eingehender Diskussion mit allen Interessengruppen soll die endgültige Version spätestens im März 2007 fertig gestellt sein. » Weiter

Stallman gibt Auskunft zu nationalen Versionen der GPL Version 3

Von Dr. Axel Metzger
 
Richard Stallman hat unlängst in einem Interview Fragen zur nächsten Version der GPL Version 3 beantwortet. Ein Entwurf der seit 1991 unveränderten Lizenz soll Anfang 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Stallmans Aussagen sind von besonderem Interesse, weil die FSF alleine darüber entscheiden kann, wie die Lizenz künftig aussehen wird. Die Lizenz soll lediglich geringfügig verändert werden, in Einzelheiten könnte es aber auch zu interessanten Neuerungen kommen. » Weiter

Veröffentlichung der GPL 3 angekündigt

Von Till Kreutzer
 
In einem Interview mit dem Online-Nachrichtendienst Tecchannel hat sich Eben Moglen zur Veröffentlichung der neuen Version der GPL geäußert. Voraussichtlich Anfang 2007 soll die endgültige Fassung einer GPL 3.0 bereit stehen. Zuvor soll ein erster Entwurf veröffentlicht und zur Diskussion durch die Community gestellt werden. Als Veröffentlichungstermin für den Vorentwurf nannte Moglen Ende 2006 oder Anfang 2007. » Weiter

Klage auf Untersagung der GPL

Von Dr. Julia Küng
 
Ein Bürger aus Indiana (US), Daniel Wallace, hat vor einem US-Gericht Klage erhoben. So weit, so gewöhnlich, doch geht es hier nicht um irgendeinen Nachbarschaftsstreit oder Verkehrsunfall, sondern es betrifft die GNU General Public License (GPL).

Wallace ist nämlich laut Klagsschrift der Auffassung, die GPL verstoße gegen den Clayton Act (15 US Code Section 26), weil sie (wohl durch das Verbot von Lizenzgebühren) fixe Preise für Computersoftware festlege. Beklagte ist die Free Software Foundation, der Wallace vorwirft, dass sie Verträge mit Programmierern und Distributoren wie Red Hat und Novell abgeschlossen und mit diesen zusammengewirkt habe, um die Preise für Computersoftware künstlich zu fixieren. Das eingesetzte Instrument sei dabei die GPL, die den freien Wettbewerb zwischen Programmieren beschränke, was das Schaffen und den Vertrieb von Software angehe. Wallace sieht sich durch die rasche Verbreitung der Lizenz seiner Möglichkeit beraubt, als Programmierer sein Geld zu verdienen und fordert daher, dass das Gericht die Forcierung und die Verwendung der GPL in Bezug auf deren Preisfestlegung verbietet.

Der Open Source-Anwalt Larry Rosen räumt der Klage keine Chancen ein und verweist dabei auf die Möglichkeit von Wallace, selbst bessere Programme zu schreiben und diese auch zu seinen eigenen Preisen zu verkaufen. Das wahre Interesse von Wallace sei jenes, von ihm geschaffene Bearbeitungen von Software anderer Autoren zu verkaufen, ohne diesen „ihren Preis“, nämlich die Akzeptanz der Bedingungen der GPL, zu bezahlen. » Weiter

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