Das Institut


Auf dieser Seite finden sie einige grundlegende Informationen zum Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software. Informieren Sie sich zu den Bereichen:
  1. Ziele, Aufgaben, Geschichte
  2. Personen
  3. Impressum und Postanschrift

Ziele, Aufgaben, Geschichte

Das ifrOSS ist ein privates Institut, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die rasante Entwicklung der Freien Software in rechtswissenschaftlicher Hinsicht zu begleiten. Neben dem Thema Open Source beschäftigt sich das ifrOSS auch mit angrenzenden Phänomenen - wie etwa den Rechtsfragen des Open Content - sowie mit allgemeinen Fragestellungen aus den Bereichen Softwarelizenzrecht, Urheberrecht, Patentrecht, Vertragsrecht und Wettbewerbsrecht. Soweit erforderlich, betätigt sich das ifrOSS rechtspolitisch durch Eingaben, Stellungnahmen und Vorträge. Das ifrOSS ist ein "virtuelles" Institut ohne Bibliothek, Seminarräume oder organisatorische Anbindung an öffentliche Institutionen.

Freie Software ist nicht nur eine wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsame Bewegung, sie wirft auch juristische Fragen auf. Anders als bei herkömmlich verbreiteter Software nutzen die Entwickler Freier Software ihre geistigen Eigentumsrechte nicht zur Gewinnung von Lizenzgebühren, sondern zur Absicherung der freien Verfügbarkeit der Software. Freie Software kann von jedermann vervielfältigt, verbreitet und verändert werden, ohne dass hierfür Lizenzgebühren zu entrichten sind. Freie Software steht dabei aber nicht im rechtsfreien Raum. Die einzelnen Entwicklungsprojekte regeln die Verfügbarkeit der Programme vielmehr auf der Grundlage rechtsverbindlicher Lizenzen. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang auch die Versuche, das Erfolgsmodell Open Source auf andere Werkgattungen durch "Open Content"-Lizenzen anzuwenden. Die Auseinandersetzung mit den Lizenztexten des Open Source/Content ist eine der Hauptaufgaben des ifrOSS.

Ein Teil der Entwickler bevorzugt den Begriff der Freien Software, ein anderer Teil den der Open Source Software Das ifrOSS verhält sich als unabhängiges Institut neutral und verwendet die Begriffe Freie Software und Open Source Software synonym.

Das ifrOSS wurde Anfang 2000 von Till Jaeger und Axel Metzger in München gegründet. 2001 schlossen sich Olaf Koglin, Till Kreutzer und Carsten Schulz dem Institut an, das seit dem Herbst 2003 durch die Mitarbeit von Julia Küng auch in Österreich tätig ist.

Das ifrOSS betätigt sich auf folgenden Feldern:

  • Publikationen: Das ifrOSS begleitet die Entwicklung der Freien Software durch Publikationen. Dies betrifft zum einen juristische Fachpublikationen, zum anderen aber auch Publikumszeitschriften.
  • Gesetzgebung: Durch Stellungnahmen, Eingaben, Kommentierungen und Vorträge ist das ifrOSS an der aktuellen Rechtsentwicklung zu allen Fragen beteiligt, die Freie Software betreffen.
  • Seminare: Das ifrOSS ist fortbildend tätig. In regelmäßigen Abständen werden Seminare zu den Rechtsfragen der Freien Software veranstaltet. Die Seminare richten sich sowohl an Mitarbeiter in IT-Firmen, die mit der Vertragsgestaltung befasst sind, als auch an Juristen, die sich mit Rechtsfragen aus dem Bereich der Freien Software beschäftigen.
  • Vorträge: Das ifrOSS bietet Vorträge zu allen rechtlichen Fragen der Freien Software an. Durch die überregionale Struktur des ifrOSS (München, Hamburg, Berlin) ist auch ein kurzfristiges Engagement von Mitarbeitern des ifrOSS möglich.
  • Dokumentation: Das ifrOSS hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuellen juristischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Open Source Software zu dokumentieren. Hierzu dienen in erster Linie die Nachrichten der Woche, die jeden Montag aktuelle rechtliche Fragen aus dem Bereich der Freien Software und angrenzenden Bereichen aufarbeiten. Daneben bietet das ifrOSS ein Lizenzcenter an, in dem zahlreiche Lizenzen aus den Bereichen Freie Software sowie Open Content gesammelt sind.
  • Gutachten: Das ifrOSS kann Gutachten zu einzelnen Rechtsfragen erstellen, die mit Freier Software zusammenhängen. Das ifrOSS darf aber keine Rechtsberatung im Einzelfall leisten. Insofern verweisen wir Interessenten gerne an eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei.
  • Wiki/Forum: Im ifrOSS-Wiki besteht Gelegenheit zur Diskussion. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Fragen oder Anmerkungen aus dem Bereich Open Source und Recht mit den Mitarbeitern des ifrOSS und der Öffentlichkeit zu diskutieren.

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Personen

Dr. Till Jaeger, Jahrgang 1969, studierte Rechtswissenschaften in Mainz, Dijon und München. Assessorexamen 1998 in Brandenburg. 1999-2000 Promotion am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht in München. Seit 2001 Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei JBB-Rechtsanwälte in Berlin. Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

Prof. Dr. Axel Metzger, LL.M. (Harvard), Jahrgang 1971, studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, Paris und München mit Schwerpunkt "Medienrecht". 1999-2000 Promotion am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht in München. Assessorexamen 2002 in Hamburg. 2002-2008 Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. 2005-2006 Masterstudium an der Harvard Law School. Seit 2008 ord. Professor für Zivilrecht, Geistiges Eigentum, Informationstechnologierecht und Internationales Privatrecht an der Universität Hannover.

Dr. Olaf Koglin, Jahrgang 1972, studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Rechtswissenschaft und Politik in Bonn. Referendariat in Berlin und San Francisco, anschließend Rechtsanwalt in Berlin. Promotion "Opensourcerecht" zu dem Thema "Die urheber- und schuldrechtlichen Beziehungen zwischen Lizenzgeber und Lizenznehmer bei Open Source Software am Beispiel der General Public License (GPL)". Seit Juli 2004 Legal Counsel der Capgemini Holding für die Region Central & Eastern Europe.

Dr. Julia Küng, Jahrgang 1977, studierte Jus in Innsbruck. Promotion zu dem Thema "Open Source Software - Eine rechtliche Einordnung". 2002-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht der Universität Innsbruck. 2005-2006 Rechtsanwaltsanwärterin bei der Rechtsanwaltskanzlei Höhne, In der Maur & Partner, Wien. Seit 2006 Rechtsanwaltsanwärterin bei der Rechtsanwaltskanzlei Warbek, Innsbruck.

Dr. Till Kreutzer, Jahrgang 1971, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg. Till Kreutzer ist assoziiertes Mitglied des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung in Hamburg, Dozent für Wettbewerbs-, Marken- und Urheberrecht an der Hamburg Media School und Redakteur von iRights.info (www.irights.info). Er ist Rechtsanwalt und Partner von i.e., dem Büro für informationsrechtliche Expertise in Hamburg (www.ie-online.de).

Ständige Mitarbeiter

Benjamin Roger, Jahrgang 1982, studierte Rechtswissenschaften in München, Paris und Berlin; 1. Staatsexamen 2008 in Berlin. Derzeit Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München.



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Impressum und Postanschrift

Verantwortlich für alle redaktionellen Inhalte ist das

Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software
Dr. Till Jaeger
Marienburger Straße 10
10405 Berlin
mail@ifross.de



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