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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Mozilla Public License 2.0 veröffentlicht

von Prof. Dr. Axel Metzger
 
Die Mozilla Foundation hat zum neuen Jahr die endgültige Version 2 der Mozilla Public License veröffentlicht. Gegenüber dem Release Candidate 1 aus dem August 2011 haben sich nur noch geringfügige redaktionelle Änderungen ergeben (siehe hierzu die Nachricht der Woche vom 06.09.2011). Der Revisionsprozess konnte damit nach knapp zwei Jahren abgechlossen werden. » Weiter

Das ifrOSS wünscht ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2012

Liebe Leserin, lieber Leser
 
wir wünschen alles Gute für das neue Jahr! Zahlreiche interessante Rechtsfragen werden uns beschäftigen, darunter die Version 2 der MPL, die Version 4 der CC-Lizenzen und die aktuellen Entwicklungen bei Freier Software, Open Content und Open Hardware. Auch die allgemeine Entwicklung des Urheberrechts dürfte wieder im Fokus stehen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns auch 2012 wieder begleiten und sind für Anregungen und Fragen offen.
 
Ihr ifrOSS-Team
 

Creative Commons eröffnet öffentliche Diskussion zu Lizenzversion 4.0

Von: John Hendrik Weitzmann
 
Im kommenden Jahr wird es eine neue Version der Creative Commons Public Licenses (CCPL), also der sechs Creative-Commons-Kernlizenzen geben (siehe Blog-Post auf creativecommons.org). Damit soll auf die Veränderungen des Netzes und seiner Protagonisten gegenüber dem Jahr 2007 reagiert werden, dem Geburtsjahr der aktuellen Version 3.0. Der Zeitabstand zwischen den Versionen hat sich jeweils rund verdoppelt. Mit der kommenden Version 4.0 versucht Creative Commons, einen Standard zu schaffen, der für eine Dekade oder länger tauglich sein soll – in der Zeitrechnung des Internet eine Ewigkeit. » Weiter

LG Berlin: Veränderung von GPL-Software eines Routers grundsätzlich zulässig (Fritz!Box)

Von: Benjamin Roger
 
Das LG Berlin hat mit Urteil vom 8. November, dessen schriftliche Fassung nun vorliegt, entschieden, dass AVM keine urheber- oder markenrechtlichen Ansprüche gegen die Modifikation der unter GPL stehenden Software seiner Fritz!Box-Router geltend machen kann. Lediglich zu einem kleinen Teil wurde der Klage von AVM stattgegeben, weil die streitgegenständliche Software des Herstellers Cybits zu Fehlfunktionen im Interface der Fritz!Box führe und somit die Interessen von AVM wettbewerbswidrig beeinträchtige. Das Gericht schließt sich mit diesem - noch nicht rechtskräftigen - Urteil der Entscheidung des Kammergerichts in dem vorangegangenen Verfügungsverfahren an.
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Russisches Ministerium denkt über Gesetzesanpassungen für offene Lizenzmodelle nach

von: Stefan Labesius
 
Die russische Regierung sieht offenbar gesetzgeberischen Handlungsbedarf bei den rechtlichen Grundlagen für den Abschluss von Lizenzverträgen. So hat das russische Kommunikationsministerium (Minkomsvjaz') verschiedene Vorschläge für gesetzliche Änderungen unterbreitet, die im Kern die Lizenzierung von immaterialgüterrechtlich geschützten Werken im Internet auf Grundlage offener Lizenzmodelle erleichtern bzw. ermöglichen sollen. Nachdem im Frühjahr die russische Präsidialverwaltung eine Überprüfung von netzrelevanten Regelungen angestoßen hatte, deuten sich damit konkrete Änderungen in Bezug auf die Lizenzierung von Open Content an. » Weiter

EU-Kommission schlägt „Gemeinsames Europäisches Kaufrecht“ auch für digitale Güter vor

Von: Dr. Till Kreutzer
 
Die EU-Kommission hat am 11. Oktober 2011 einen Vorschlag für ein „Gemeinsames Europäisches Kaufrecht zur Erleichterung grenzübergreifender Geschäfte im Binnenmarkt“ vorgelegt (KOM(2011) 636 endgültig). Hiermit soll ein einheitliches (wenngleich fakultatives) Regelungsregime für grenzüberschreitende Verträge in Europa eingeführt werden. Interessant ist – unter anderem – dass das gemeinsame europäische Kaufrecht gleichermaßen für Verträge über Sachen wie für digitale (unkörperliche) Güter gelten soll.

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Veranstaltungshinweis: Parlamentarier diskutieren mit Axel Metzger über ACTA

von Prof. Dr. Axel Metzger
 
Am kommenden Freitag, den 28.10.2011, diskutieren mehrere Mitglieder des Bundestags und des Europäischen Parlaments im Rahmen einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stifung in Berlin über das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA). Das Abkommen wurde seit dem Jahr 2007 von den USA, der EU, Japan und anderen Industriestaaten zunächst geheim verhandelt. Unter dem Druck der Öffentlichkeit wurden spätere Entwürfe veröffentlicht. Ende 2011 wurde der finale Text des Abkommens verabschiedet. ACTA wurde bislang weder von der Europäischen Union noch von Deutschland unterzeichnet und ratifiziert. Ob es zu einer Unterzeichnung durch die EU und ihre Mitgliedstaaten kommt, hängt entscheidend von der Zustimmung des Europäischen Parlaments und der nationalen Parlamente ab. Kritiker bemängeln die Einseitigkeit des Vertragstextes, der sich allein auf eine weitere Verschärfung der Sanktionen bei Verletzungen geistiger Eigentumsrechte konzentriert und keine neuen Regelungen für den Zugang zu Informationen und Technologien formuliert. Auch fehlen wesentliche Rechtsschutzgarantien für angebliche oder tatsächliche Verletzer von Urheber-, Patent- und Markenrechten.  » Weiter

"The International Free and Open Source Software Law Book" erschienen

Von: Dr. Till Kreutzer

Das International FOSS Law Book enthält Informationen aus 13 Staaten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Freier Software. Das Buch ist bei Open Source Press erschienen und wurde von dem ifrOSS-Mitglied Dr. Till Jaeger zusammen mit Ywein Van den Brande und Shane Coughlan herausgegeben. » Weiter

EU: Schutzfristverlängerung für Tonaufnahmen beschlossen

Von: Benjamin Roger

Am vergangenen Montag hat der Rat der EU die Richtlinie über die Verlängerung der Schutzdauer für Tonaufnahmen von 50 auf 70 Jahre förmlich verabschiedet (pdf), nachdem in der Vorwoche eine Einigung im COREPER (Beamtenebene) erzielt worden war. Damit kann die Richtlinie bald in Kraft treten und wird innerhalb von zwei Jahren von den Mitgliedstaaten umzusetzen sein. Die Verlängerung war in den vergangenen Jahren heftig umstritten und von Fachleuten nahezu einhellig als verkappte Zuwendung an die Musikindustrie abgelehnt worden. » Weiter

Mozilla Public License 2.0 RC 1 veröffentlicht, RC 2 steht unmittelbar bevor

von Prof. Dr. Axel Metzger
 
Die Mozilla Foundation hat im August die Mozilla Public License 2.0 Release Candidate 1  veröffentlicht. Wenn keine grundsätzlichen Einwände mehr erhoben werden, soll die endgültige Lizenz dem nun veröffentlichten Text entsprechen. Hauptziel der Lizenzrevision ist die Vereinfachung und Kürzung des Lizenztextes (siehe Nachricht der Woche v. 10.03.2010 und v. 14.07.2010). Festgehalten wurde an der für die Mozilla Lizenz charakteristischen beschränkten Copyleft-Klausel, wonach in getrennten Dateien abgespeicherter Quelltext nicht in den Anwendungsbereich der Lizenz fällt. Auch die Pflichten im Hinblick auf Patente des "Contributors" sind inhaltlich unverändert. Neu sind die Regelungen zur Lizenzkompatiblität in Ziffern 1.5., 1.12 und 3.3. Die Veröffentlichung des Release Candidate 2 wird für die nächsten Tage erwartet. » Weiter

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