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Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software

Microsoft

Microsoft erhält Preis für Initiative gegen OOXML

Von Olaf Koglin
 
Microsoft ist mit dem der FFII ausgelobten "Kayak Prize 2007" ausgezeichnet worden und damit für Lobby-Bemühungen um die ISO-Standardisierung von Office Open XML (OOXML) prämiert worden. Dass Microsoft seine Interessen mit gut ausgestatten Kampagnen vertritt, ist an sich nichts ungewöhnliches. Allerdings sollte der mit 2500 € dotierte FFII-Preis die beste Kampagne gegen OOXML belohnen, während die Redmonder mit ihrer Tätigkeit eigentlich die Zertifizierung von ihres OOXML-Standards unterstützen wollten. » Weiter

Microsoft von Europäischem Gericht erster Instanz zu Geldbuße von EUR 497 Millionen verurteilt

Von Dr. Julia Küng
 
Am 17.09.2007 hat das Europäische Gericht erster Instanz die Entscheidung der Kommission gegen Microsoft betreffend den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung und die damit verbundene Geldbuße in Höhe von EUR 497 Mio bestätigt. Die Entscheidung der Kommission, Microsoft einen Treuhänder beizustellen, welcher unter anderem Zugang zu Microsofts Quellcodes der relevanten Produkte haben und von Microsoft bezahlt werden sollte, hat das Gericht aufgehoben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Frist von zwei Monaten ist die Erhebung der Berufung an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich. » Weiter

Microsoft: Freund oder Feind?

Von Till Kreutzer
 
Derzeit versucht Microsoft zwei seiner so genannten "Shared-Source-Lizenzen" bei der Open Source Initiative (OSI) als offiziell anerkannte Open-Source-Lizenzen zertifizieren zu lassen. Die OSI soll nun prüfen, ob die Lizenzen den strengen Anforderungen der Open Source Definition entsprechen. Auf der OSI-Mailingliste wird der Zertifizierungsantrag kontrovers diskutiert. » Weiter

Novell macht Schule: Weitere Deals zwischen Microsoft und GNU/Linux-Distributoren

Von Benjamin Roger
 
Ungeachtet der Ankündigung der Free Software Foundation (FSF), Patentabkommen wie das zwischen Microsoft und Novell durch die Version 3 der GPL zu unterbinden, zeichnet sich eine Entwicklung hin zu weiteren solchen Vereinbarungen ab. In den letzten Tagen hat der Redmonder Softwareriese ähnliche Verträge mit Xandros und Linspire (sowie dem Elektronikhersteller LGE) abgeschlossen.
Vor dem Hintergrund der Ankündigung seitens Microsoft, Linux verletze 235 seiner Patente, scheinen einige Distributoren es zu bevorzugen, sich – und ihre Kunden – auf diese Art vor der vermeintlichen Gefahr von Patentklagen durch Microsoft zu schützen. Unabhängig vom tatsächlichen Ausmaß dieser Gefahr kann die so versprochene Rechtssicherheit einen erheblichen Vorteil im Wettbewerb bedeuten, weshalb nicht ausgeschlossen ist, dass weitere Anbieter dem Beispiel folgen werden. In diesem Zusammenhang könnte der Patentklausel in der GPLv3 besondere Bedeutung zukommen. Darüber hinaus liefert Microsoft ein Lehrstück, welches auch in der Diskussion um Softwarepatente in Europa Beachtung finden könnte. » Weiter

Steve Ballmer: Microsoft Produkte sind teurer, aber wertvoller als Open Source

Von Till Kreutzer
 
Steve Ballmer, CEO von Microsoft, hat sich bei einem Analysten-Treffen zur Konkurrenz aus dem Open-Source-Lager geäußert. Auch den Deal mit Novell, über den erst kürzlich nähere Einzelheiten bekannt wurden, kommentierte der Manager. An seiner Grundhaltung scheint sich nichts geändert zu haben. Bei Microsoft wird Open Source grundsätzlich als Konkurrenz, nicht als Alternative gesehen. » Weiter

Der Microsoft-Novell-Deal: GPLv3 als alleiniges Gegenmittel? (Update)

Von Dr. Axel Metzger
 
Bei Verträgen kommt es bekanntlich ja auf das Kleingedruckte an. Dementsprechend müssen nun alle erst einmal abwarten, bis der Wortlaut des Kooperationsvertrags zwischen Microsoft und Novell vollständig veröffentlicht wird. Wie man hört, könnten die Unternehmen hierzu schon bald nach dem US-amerikanischen Kapitalmarktrecht verpflichtet sein. Einstweilen ist man auf die Informationen zurückgeworfen, die von Microsoft und Novell in die Öffentlichkeit getragen werden. Bereits diese werfen jedoch eine Reihe von Fragen bezüglich der Vereinbarkeit mit der GPLv2 und der GPLv3 auf. Richard Stallman hat nun höchstpersönlich erklärt, er glaube nicht an einen Verstoß gegen die GPLv2. Die Lösung solle alleine in der GPLv3 gesucht werden. » Weiter

Des einen Freud, des anderen Leid

Von Dr. Julia Küng
 
Die am 2. November bekannt gewordene Kooperationsvereinbarung zwischen Novell und Microsoft löst bei weitem nicht nur Jubel aus. Die Free Software Foundation prüft gegenwärtig, ob die abgeschlossene Vereinbarung, deren Details durch eine Meldung an die Börsenaufsicht bekannt geworden sind, gegen die GPL Version 2.0 verstößt. Eben Moglen ließ diese Frage offen, teilte aber bereits mit, dass ihn die FSF beauftragt habe, die Version 3.0 der GPL so zu gestalten, dass derartige Vereinbarungen künftig nicht mehr möglich sein würden.

Novell selbst gibt sich erwartungsgemäß selbstbewusst und weist sowohl in seiner Pressemitteilung als auch in den eigens eingerichteten FAQs darauf hin, dass sämtliche Bestimmungen der GPL 2.0 eingehalten wurden. » Weiter

Microsofts neue Shared Source-Lizenzen - auf dem Weg zur Freien Software?

Von Dr. Till Jaeger
 
Am 18. Oktober 2005 hat Microsoft fünf neue Lizenz-Templates für das eigene Shared Source Programm veröffentlicht. Das Lizenz-Set besteht aus fünf Lizenzen, der "Microsoft Permissive License" und der "Microsoft Limited Permissive License", der "Microsoft Community License" und der "Microsoft Limited Community License" sowie der "Microsoft Reference License". Nach eigenen Angaben möchte Microsoft in Zukunft für sein Shared Source Programm, in dessen Rahmen auch bislang schon der Sourcecode von ausgewählten Microsoft-Programmen lizenzgebührenfrei zur Verfügung gestellt wurde, die neuen Lizenzen verwenden. Bei der Erstellung der Lizenzen sei auf möglichst kurze und leicht verständliche Lizenztexte geachtet worden. Dies diene zum einen den Kunden, vereinfache aber auch das Lizenzmanagement für Microsoft, so dass die Veröffentlichung von Sourcecode nunmehr schneller möglich sein soll. Eine Neulizenzierung des bislang bereits als "Shared Source" veröffentlichten Codes ist allerdings nicht geplant. » Weiter

Microsoft vs. Europäische Kommission

Von Dr. Till Jaeger
 
Am 10. August 2005 hat Microsoft gegen die Europäischen Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof 1. Instanz Klage eingereicht, um die Offenlegung von Schnittstelleninformationen zu verhindern (Rs. T313/05). Damit wehrt sich Microsoft gegen die im kartellrechtlichen Verfahren ergangene Entscheidung vom März 2004, die nicht nur ein Bußgeld gegen Microsoft in Höhe von 497,2 Millionen Euro beinhaltete sondern auch die Pflicht zur lizenzgebührenfreien Offenlegung von Kommunikationsprotokollen. Als ein Argument für die Klage führt Microsoft an, dass verhindert werden solle, dass "Geistiges Eigentum" an Open Source Entwickler weitergegeben werden müsse und der entsprechende Quellcode damit allgemein öffentlich zugänglich werde. » Weiter

Anfänger-Windows verschmäht

Von Dr. Julia Küng
 
Dem im Herbst letzten Jahres von Microsoft gestarteten Pilotprojekt, eine reduzierte Version von Windows XP in Thailand, Malaysia und Indonesien populär zu machen, ist bislang kein Erfolg beschieden. Die Anfänger-Version ist im Vergleich zu anderen Windows-Produkten preisgünstig, soll vor allem PC-Einsteiger ansprechen und ist in ihren Funktionen stark eingeschränkt. Die Gründe für das schwache Interesse an der Starter-Version liegen wohl teils in diesen verminderten Funktionen und besonders an der Flut illegaler Kopien, welche in diesen Ländern kursieren. So ist Windows XP in Malaysia bereits für fünf Dollar zu haben. In Thailand werden PCs von Microsoft-Partnern vermehrt ohne irgendein Betriebssystem verkauft, weil sich die Anwender die Software sowieso am Schwarzmarkt besorgen. Zusätzlich macht aber auch - vor allem in Thailand - die stake Verbreitung von Linux zu schaffen. Microsoft möchte nun sein Marketing verstärken und mit noch mehr Händlerketten kooperieren. Auch mit Bankinstituten, die eine Finanzierung des Starter-Systems anbieten sollen, möchte Microsoft zusammenarbeiten. » Weiter

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