try another color:
try another fontsize: 60% 70% 80% 90%
Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software

GPL

Neuerscheinung: Die GPL kommentiert und erklärt

Von Dr. Axel Metzger
 
Ende März 2005 ist im Verlag O'Reilly ein vom ifrOSS herausgegebener Kommentar zur GPL erschienen: ifrOSS (Hrsg.), Die GPL kommentiert und erklärt, O'Reilly, Köln 2005, 182 + VIII Seiten, 22 € (ISBN 3-89721-389-3). Das Buch erläutert die Bestimmungen der GPL in der Form eines juristischen Kommentars, d.h., die Vertragsbestimmungen der GPL werden jeweils im Einzelnen erläutert. Vorangestellt ist ein FAQ, in dem die wichtigsten Fragen beantwortet werden. Im Anhang findet sich ein Kapitel zum anwendbaren Recht. Autoren sind die ifrOSS-Mitglieder Till Jaeger, Olaf Koglin, Till Kreutzer, Axel Metzger und Carsten Schulz. Das Buch richtet sich in erster Linie an Nicht-Juristen, enthält aber auch für Juristen einige hier erstmals untersuchte Aspekte. » Weiter

Gründe für GPL-Urteil veröffentlicht

Von Till Kreutzer
 
Das Landgericht München I hat mit Urteil vom 19. Mai 2004 die Wirksamkeit der GNU General Public Licence nach deutschem Recht bestätigt (siehe hierzu die ifrOSS Nachricht der Woche vom 19. April 2004). Mit Datum vom 23. Juli 2004 wurden nunmehr die Urteilsgründe zugestellt. Die 21. Zivilkammer bestätigt hierin, dass die GPL nicht nur nach deutschem Recht wirksam und durchsetzbar ist, sondern auch, dass diese mit verbindlicher Wirkung in Softwarenutzungsverträge einbezogen werden kann. Hiermit wird denjenigen, die die Qualitäten der GPL als Softwarelizenz in Frage stellen, erstmals eine klare gerichtliche Absage erteilt. » Weiter

CeCILL - neue GPL-kompatible Lizenz in französischer Sprache

Von Dr. Till Jaeger
 
Die drei französischen öffentlichen Organisationen CEA (Commissariat à l'Energie Atomique - Kommissariat für Atomenergie), CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique - nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und INRIA (Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique - nationales Institut für Forschung der Informatik und Automatik) haben am 5. Juli 2004 mit CeCILL ("Ce=CEA, C=CNRS, I=INRIA, LL=Logiciel Libre" - Contrat de Licence de Logiciel Libre CeCILL) eine erste französische Lizenz für Freie Software vorgestellt. Mit der neuen Lizenz soll die Lizenzierung von Freier Software in einer auf das französische Recht angepassten Form ermöglicht werden. CeCILL ist eine GPL-kompatible Copyleft-Lizenz, der weitere Lizenzen folgen sollen, die französische Entsprechungen zur LGPL, QPL und BSD-Lizenz darstellen. » Weiter

Erste gerichtliche Durchsetzung der GPL

Von Dr. Axel Metzger
 
Das Landgericht München I hat am 02. April 2004 eine einstweilige Verfügung erlassen, welche die weitere Verbreitung der GPL-Software "netfilter/iptabels" entgegen den Bestimmungen der Lizenz untersagt. Diese Entscheidung stellt, soweit ersichtlich, die weltweit erste gerichtliche Durchsetzung der Lizenz vor einem Gericht dar. Hier ist der Text der Entscheidung. » Weiter

Außergerichtliche Einigung im GPL-Streit

Von Carsten Schulz
 
Das Open Source Projekt iptables/netfilter und der Router-Hersteller Allnet haben im Streit um die Verwendung von GPL-Code eine außergerichtliche Einigung erzielt (vgl. dazu die gemeinsame Presseerklärung). Der Router-Hersteller Allnet hatte unter der General Public License (GPL) stehende Software des iptables/netfilter-Projekts in eigener Software eingesetzt, ohne sich an die Bedingungen der GPL zu halten. So wurde insbesondere weder der Quellcode der GPL-Software zugänglich gemacht, noch wurde der GPL-Lizenztext mitgeliefert.
Allnet hat sich jetzt in der außergerichtlichen Einigung verpflichtet, zukünftig die Bedingungen der GPL zu beachten und seine Kunden über die Rechte und Pflichten der GPL zu informieren. Zudem wird Allnet eine "signifikante Spende" an zwei gemeinnützige Organisationen zahlen: die Free Software Foundation Europe (FSF Europe) und die Foundation of a Free Information Infrastructure (FFII).
Dabei wäre es ausdrücklich zu begrüßen, wenn -- wie in der gemeinsamen Pressemitteilung mitgeteilt wurde -- die Einigung in kooperativer Art und Weise erfolgt ist. Denn eine sachliche Einigung unter Partnern ist sicherlich für alle Beteiligten allemal wünschenswerter als ein gerichtliches Verfahren. » Weiter

Dreifach-Lizenz für Mozilla 1.7b

Von Dr. Julia Küng
 
Nach mehr als zweijähriger Arbeit ist es der Mozilla Foundation nunmehr gelungen, sämtliche der gesuchten Urheber von Mozilla ausfindig zu machen und die für eine Neulizenzierung von Mozilla in der Version 1.7b fast 450 notwendigen Genehmigungen einzuholen.
In Zukunft soll die Applikation unter der MPL/GPL/LGPL–triple license stehen, was bedeutet, dass jede Person, die diese bearbeitet oder verbreitet, wählen kann, nach welcher dieser drei Lizenzen sie handelt. Bezüglich der übrigen Dateien erachtete die Mozilla Foundation es nicht für erforderlich, deren Urheber um Zustimmung zu ersuchen. Diese standen nämlich zu einem Großteil unter der NPL und mozilla.org hatte seit der Gründung der Mozilla Foundation das Recht von Netscape in V.3 NPL übernommen, NPL-Code unter einer Lizenz seiner Wahl weiterzulizenzieren, was eine Umlizenzierung in die tri-license ermöglicht hat. Einige weitere Dateien standen bereits unter Lizenzen, die mit der GPL und LGPL kompatibel sind.
Es wird daher in Zukunft ebenso möglich sei, Mozilla-Code in Bibliotheken, die der LGPL unterstehen, einzufügen und diese dann unter der LGPL zu verbreiten, wie Mozilla-Code mit GPL-Code zu verbinden und nach den Vorgaben der GPL zu verbreiten. » Weiter

Diskussion um Rechtsnatur der GPL - "License" oder "Contract"?

Von Dr. Till Jaeger
 
Auf der Website "Groklaw" wird derzeit eine angeregte Diskussion über die Rechtsnatur der GPL nach US-amerikanischem Recht geführt. Dabei geht es im Wesentlichen um die Frage, ob die GNU General Public License (GPL) als "License" oder "Contract" im Sinne des US-amerikanischen Rechts anzusehen ist. Bedeutung kommt dieser Unterscheidung deswegen zu, weil sich die Wirksamkeitsvoraussetzungen und Rechtsfolgen bei der Verletzung von "Contracts" nach dem "contract law" richten, das kein Bundesrecht ist und sich daher in den Bundesstaaten der USA unterscheidet. Für die Wirksamkeit und die Folgen bei einem Verstoß gegen eine "License" ist hingegen auf das "copyright law" abzustellen, das für die USA einheitlich im US Copyright Act geregelt ist. » Weiter

GPL vor Gericht

Von Carsten Schulz

"Big Blue" IBM und der Linux-Distributor RedHat haben unabhängig voneinander Klage gegen den Softwarehersteller SCO eingereicht.
SCO hatte in den vergangenen Monaten für vielfachen Wirbel unter den Nutzern, Entwicklern und Distributoren des Betriebssystems GNU/Linux gesorgt, indem behauptet wurde, das Betriebssystem GNU/Linux enthalte UNIX System V Code des Unternehmens, den dieses nicht freigegeben habe. Linux-Nutzer müssten daher eine entgeltliche SCO-Lizenz erwerben.
Die SCO-Group hatte darüber hinaus IBM im März 2003 auf Schadensersatz in Milliardenhöhe mit der Begründung verklagt, entgegen der Lizenzvereinbarung Software vertrieben zu haben, die vom Unix Quellcode abstamme. Gestützt wurde die Klage auf die Veruntreuung von Handelsgeheimnissen, Eingriffe in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb, Wettbewerbsverstöße und Vertragsbruch. Urheberrechtsverstöße wurden nach Auskunft eines Sprechers der SCO aufgrund der schwierigen Beweislage gerichtlich nicht geltend gemacht. » Weiter

Syndicate content