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Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software

CSS-Verschlüsselung

DVD-Kopiersoftware legal?

Von Dr. Julia Küng
 
Seit letztem Dienstag ist die Film-Kopiersoftware „RealDVD“ auf dem Markt. Die von RealNetworks entwickelte Software entfernt den Kopierschutz (die CSS-Verschlüsselung) und ermöglicht so das Kopieren von Filmen von DVDs auf Computer. Im Unterschied zu sonstigen DVD-Kopierprogrammen kann der Kopieinhaber jedoch nicht beliebig über seine Kopie verfügen, sondern RealDVD fügt der Filmkopie eine eigene Verschlüsselung hinzu, welche deren Vervielfältigung und damit auch deren Weitergabe verhindert.

Die großen Filmstudios laufen dennoch Sturm gegen den Vertrieb der Software und so hat die Motion Picture Association of America (MPAA) im Namen mehrerer großer Hollywood-Studios (zB Walt Disney, Universal, Warner Bros, Paramount, Fox und Viacom) Klage, sowie einen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung gegen RealNetworks eingereicht. Mit diesen Maßnahmen soll das Verbot des weiteren Vertriebs dieser Software erzielt werden. Doch RealNetworks hatte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits gerichtliche Schritte gesetzt und begehrt in der seinerseits gegen die großen Hollywood-Studios und die DVD Copy Control Association (DVD CCA) eingebrachten Klage die Feststellung, dass „RealDVD“ rechtskonform ist. » Weiter

USA: Ist der Vertrieb von DeCSS-Code zulässig?

Von Carsten Schulz

Im einstweiligen Verfügungsverfahren der DVD Copy Control Association, Inc. (DVD-CCA) gegen Andrew Bunner hat der Supreme Court of California die Entscheidung des Berufungsgerichts aufgehoben und zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen (Urteil des Supreme Court of California im Volltext, PDF, 244 kb).
Andrew Bunner hatte, wie tausende andere Personen weltweit, den DeCSS-Code auf seiner Webseite zum Download angeboten. Dies war ihm zunächst gerichtlich im Wege der einstweiligen Verfügung untersagt worden; diese einstweilige Verfügung hatte das Berufungsgericht unter Hinweis auf den Schutz der Meinungsfreiheit aufgehoben. Der Supreme Court of California entschied jetzt, dass die einstweilige Verfügung zurecht ergangen sei, wenn es sich bei CSS um ein Geschäftsgeheimnis handele; stelle CSS hingegen kein Geschäftsgeheimnis (mehr) dar, sei die Verfügung aufzuheben. Dies zu untersuchen sei Aufgabe des Berufungsgerichts. » Weiter

Öffentliches Zugänglichmachen des DeCSS-Codes verboten!

Von Carsten Schulz

Der United States Court of Appeals for the Second Circuit entschied, dass das Hacker-Magazin 2600.com auf seinen Internet-Seiten weder den DeCSS-Code zur Verfügung stellen darf noch Links zu Webseiten setzen, die diesen Code zugänglich machen. Es bestätigte damit die Entscheidung der Vorinstanz aus dem August 2000. Gestützt wird das Verbot auf eine Regelung des Digital Millenium Copyright Act (DMCA), die die Umgehung technischer Schutzmechanismen untersagt. » Weiter

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