try another color:
try another fontsize: 60% 70% 80% 90%
Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

LGPL

LG Bochum: Schadensersatzanspruch bei LGPL-Verletzung

Dr. Till Jaeger
 
Das Landgericht Bochum hat in einem Teilurteil vom 20.01.2011 (Az. I-8 O 293/09) der Softwarefirma adhoc dataservice GmbH einen Auskunftsanspruch wegen Verletzung der GNU Lesser General Public License (LGPL) zugesprochen und dabei auch die Möglichkeit eines Schadensersatzanspruchs bestätigt. In dem weiteren Rechtsstreit wird noch zu klären sein, wie der Anspruch auf Schadensersatz bei der Verletzung von Open Source-Lizenzen berechnet werden kann. » Weiter

Alpha 3 der MPL 2.0 kompatibel zu GPL und LGPL

Von: Dr. Till Jaeger
 
Die Mozilla Foundation hat am 21. Oktober 2010 den Entwurf Alpha 3 für eine neue Mozilla Public License 2.0 veröffentlicht. Im Vergleich zu den Vorgängerentwürfen (vgl. Nachrichten der Woche vom 14. Juli 2010 und 14. September 2010) wurde eine Kompatibilitätsklausel zur GPL und der LGPL eingefügt sowie ein auf internationale Bedürfnisse ausgerichtetes Regime für Haftung und Gewährleistung. » Weiter

FSF gegen Cisco vor Gericht wegen GPL- und LGPL-Verletzungen

Von Dr. Till Jaeger
 
Die Free Software Foundation hat am 11. Dezember 2008 eine Klage gegen Cisco Systems Inc. vor dem District Court Southern District of New York eingereicht. Die FSF macht geltend, dass der Vertrieb von Produkten der Marke Linksys gegen die Lizenzbedingungen der GNU General Public License (GPL) und GNU Lesser General Public License (LGPL) verstoße. » Weiter

Neue Lizenzversionen von GPL und LGPL in Kraft

Von Dr. Till Jaeger
 
Nach 18 Monaten eines öffentlichen Konsultationsprozesses mit 4 Vorentwürfen der GPL und 3 Vorentwürfen der LGPL hat die Free Software Foundation (FSF) am Freitag die fertigen Lizenzversionen für die GNU General Public License, Version 3 und die GNU Lesser General Public License, Version 3 veröffentlicht. Damit dürften GPL und LGPL die ersten Lizenztexte sein, die in einem an ein Gesetzgebungsverfahren erinnernden Prozess an aktuelle technische und rechtliche Bedingungen angepasst wurde - mit dem Unterschied natürlich, dass sich die FSF das letzte Wort über den Inhalt vorbehalten hat. Dass die GPLv3 aber durchaus eine Kompromisslösung darstellt, zeigen nicht nur die vielen Detailregelungen, sondern auch die beiden wesentlichen Änderungen, die im Vergleich zum "Last call draft" vorgenommen wurden. So hatte u.a. das ifrOSS darauf hingewiesen, dass die vorgesehene Kündigungsklausel die Durchsetzbarkeit der Lizenzen schwächt und im Wege des ASP die Pflichten aus der GPL umgangen werden könnten. Die jetzt veröffentlichen Lizenztexte haben diese Probleme aufgegriffen und kehren zu dem Modell der GPLv2 einer automatischen Lizenzbeendingung bei Verletzungen zurück. Zudem wurde die Kompatibilität mit der Affero General Public License verbessert. » Weiter

GPL3 und LGPL3 - neue Entwürfe veröffentlicht

Von Dr. Till Jaeger
 
Die Free Software Foundation hat letzten Freitag den zweiten Entwurf für Version 3 der GPL sowie den ersten Entwurf für Version 3 der LGPL veröffentlicht. Bereits im Januar war ein erster Diskussionsentwurf für GPL3 veröffentlicht worden (vgl. Nachricht der Woche vom 16.01.2006), der von mehreren Kommittees in juristischer, technischer und politischer Sicht intensiv beleuchtet wurde. Unter anderen waren auch Mitglieder des ifrOSS an diesem Konsultationsprozess beteiligt. Zu den Unterschieden der beiden Entwürfe werden zudem Anmerkungen zur Verfügung gestellt.

Der jetzt vorliegende 2. Entwurf zeigt, dass die FSF - und dort insbesondere die federführenden Personen, Richard Stallman und Eben Moglen - eine Reihe von Anregungen und Kritikpunkten berücksichtigt hat. Der jetzt vorgelegte Text ist in der Sprache neutraler, der Begriff des "Digital Restriction Management" wird etwa nicht mehr verwandt, und in weiten Teilen auch verständlicher als die Vorversion. Erfreulich aus europäischer Sicht insbesondere das deutliche Bemühen, die GPL auch mit den Rechtsordnungen außerhalb der USA in bessere Übereinstimmung zu bringen. Der Entwurf der Lesser General Public License (LGPL) zeigt, dass die LGPL und die GPL sprachlich und inhaltlich deutlich aneinander angeglichen werden, ohne dass dabei der grundlegende Charakter der Lizenzen geändert wird: Die GPL wird weiterhin die klassische Lizenz für ein strenges Copyleft bleiben, während die LGPL eine Sonderlizenz für Bibliotheken ist, die die auf die Bibliothek zugreifenden Programme vom Copyleft freistellt. » Weiter

Inhalt abgleichen