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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

III. Die GNU General Public License (GPL), Version 2

What kind of source code do I have to publish under the GNU GPL?

This FAQ originates from http://gpl-violations.org/faq/sourcecode-faq.html and is published with consent of Harald Welte. It contains some more detailed information on the requirements and best current practise of providing corresponding source code for GPL licensed executable code. It was compiled as a result of the numerous shortcomings and mistakes of more than sixty successful GPL enforcements.

 

The GNU GPL demands that as soon as you distribute GPL licensed software in executable format you make available the "complete corresponding source code". The GNU GPL also contains a definition of this term: » Weiter

Wann muss eigenentwickelte Software unter der GPL lizenziert werden?

Ob gemeinsam mit GPL-Software vertriebener Code – insebsondere Eigenentwicklungen – unter die GPL gestellt werden muss, hängt davon ab, in welcher Art und Weise die GPL-Software und der eigene Code zusammenwirken. Ziffer 2 GPLv2 beschreibt die dafür entscheidenden Kriterien. Die Grundregel ergibt sich aus Ziffer 2b) GPLv2:

»You must cause any work that you distribute or publish, that in whole or in part contains or is derived from the Program or any part thereof, to be licensed as a whole at no charge to all third parties under the terms of this License.« » Weiter

Welche Pflichten bestehen beim rein internen Einsatz von unter der GPLv2 lizenzierter Software?

Bei der bloßen Benutzung, also dem Ablaufenlassen der Software, bestehen überhaupt keine Pflichten (siehe Ziffer 0 GPLv2). Daher wird das Recht, die Software ablaufen zu lassen, durch die GPLv2 nicht ausdrücklich gewährt. Dies ist auch nicht erforderlich. Denn dem rechtmäßigen Erwerber steht diese Befugnis in der Regel schon von Gesetzes wegen zu: § 69d Abs. 1 UrhG bestimmt, dass diejenigen Handlungen, die zur bestimmungsgemäßen Benutzung des Computerprogramms erforderlich sind, keiner Zustimmung durch den Rechtsinhaber bedürfen, soweit keine besonderen vertraglichen Bestimmungen vorliegen. Damit sind die zum Ablaufenlassen der Software erforderlichen Handlungen bereits gesetzlich gestattet. » Weiter

Welche Pflichten bestehen bei der Verbreitung von veränderten Versionen unter der GPLv2 lizenzierter Software?

a) Lizenzierung eigener Software unter der GPLv2 („Copyleft“)
 
Wird ein unter der GPLv2 lizenziertes Programm so verändert, dass ein »derivative work« im Sinne der Ziffer 2 GPLv2 entsteht (→ Wann muss eigenentwickelte Software unter der GPL lizenziert werden?), darf die so veränderte Software insgesamt nur unter den Lizenzbedingungen der GPLv2 an Dritte weitergeben werden (siehe Ziffer 2 GPLv2).
 
b) Änderungsvermerk
 
Veränderte Softwaredateien müssen einen Hinweis darauf enthalten, dass Änderungen vorgenommen wurden, sowie das Datum solcher Änderungen (siehe Ziffer 2 GPLv2).
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Welche Pflichten bestehen bei der Verbreitung von unter der GPLv2 lizenzierter Software?

Der Lizenznehmer hat die folgenden Pflichten zu beachten, wenn er eine Software unter der GPLv2 weitervertreibt:
 
a) Mitlieferung des Lizenztextes
 
Nach Ziffer 1 GPLv2 muss zusammen mit jeder Programmkopie auch eine Kopie des Lizenztextes mitgeliefert werden. Dies kann in körperlicher Form als Papierausdruck geschehen oder unkörperlich, indem eine entsprechende Textdatei beigefügt wird. Mit dieser Pflicht wird sichergestellt, dass jeder Erwerber von der Möglichkeit, Rechte aus der GPL zu erwerben, Kenntnis nehmen kann und das Angebot zum Abschluss eines Lizenzvertrages erhält.
 
b) Copyrightvermerk
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Welche Rechte können durch die GPL erworben werden?

Die GPLv2 gewährt - wie alle Open Source Lizenzen - das Recht, das Programm zu vervielfältigen („copy“), zu bearbeiten („modify“) und in unveränderter oder veränderter Version zu vertreiben („distribute“) (→ Wie darf ich Open Source Software nutzen?). Dies schließt sowohl das Online- Angebot als auch den Offline-Vertrieb mit ein. Urheberrechtlich handelt es sich dabei um die Einräumung einfacher („nicht-exklusiver“) zeitlich und räumlich unbeschränkter Nutzungsrechte.
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Was ist die GPL?

Die GNU General Public License (GPL) ist die bekannteste Lizenz für »Freie Software«. Sie wurde in der Version 1 im Jahr 1989 erstmals verwendet. 1991 erschien die zweite Version der GPL (GPLv2 → die GNU General Public License, Version 2) und 2007 die neue Version 3 (GPLv3 → die GNU General Public License, Version 3). Die GPLv2 ist im Wesentlichen das Werk von Richard Stallman, dem Gründer des GNU-Projekts. Unter der GPLv2 stehen unter anderem weite Teile des Linux-Kernels sowie zahlreiche andere erfolgreiche Open Source-Programme.
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